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Lärmexpositions-Rechner

LEX,8h · LärmVibrationsArbSchV und EU 2003/10/EG, im Vergleich zu OSHA 1910.95 · kostenlos, ohne Anmeldung
Fügen Sie pro Expositionszeitraum eine Zeile hinzu — den Schallpegel in dB(A) und die Dauer. Der Tages-Expositionspegel aktualisiert sich beim Tippen. Alles läuft in Ihrem Browser: kein eingegebener Messwert wird übertragen, und es gibt nichts zu registrieren.
Tagesexposition · LEX,8h
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Schallpegel und Dauer eingeben, um zu starten.

    Normiert auf einen 8-Stunden-Arbeitstag (480 Minuten) nach dem Energieäquivalenzprinzip mit 3-dB-Halbierungsparameter. Der Spitzenschalldruckpegel (LpC,peak) ist ein eigener Grenzwert und wird hier nicht behandelt.

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      Diese Werte liegen ausschließlich in diesem Browser. Sie werden nie an uns übertragen, nie zwischen Ihren Geräten geteilt, und sie verschwinden, wenn Sie Ihre Browserdaten löschen oder privat surfen. Bewahren Sie alles Wichtige dauerhaft auf.

      Halo HSE

      Nicht nur die Zahl — der Nachweis.

      Die App speichert jede Beurteilung mit datiertem Änderungsverlauf und exportiert ein signiertes PDF für die Messakte. Dazu Hand-Arm-Vibration, die NIOSH-Hebeformel und konfigurierbare Risikomatrizen — alles auch ganz ohne Empfang.

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      Kostenlos, ohne Konto, ohne Anmeldung. Nützlich für alle, die eine Lärmbeurteilung begründen müssen.

      01Was LEX,8h tatsächlich ist

      Ein Arbeitstag ist selten ein gleichbleibendes Geräusch. Er besteht aus zwanzig Minuten am Winkelschleifer, zwei Stunden neben einem Kompressor, einer ruhigen Phase am Schreibtisch und einem lauten Einsatz kurz vor Schichtende. Jeder Abschnitt hat einen anderen Pegel über eine andere Dauer, und keiner davon beschreibt den Tag.

      LEX,8h ist die Kennzahl, die das leistet. Es ist der Tages-Lärmexpositionspegel: derjenige konstante Schallpegel, der über volle acht Stunden dieselbe Schallenergie liefern würde wie der reale, ungleichmäßige Tag. Genau das macht Schichten vergleichbar, und darauf sind die Vorschriften geschrieben.

      Der Index ist keine Formsache. „EX“ steht für Exposition, „8h“ für den Bezugszeitraum. 92 dB(A) über vier Stunden und 89 dB(A) über acht Stunden ergeben denselben LEX,8h — dieselbe Dosis, auf unterschiedlichem Weg erreicht.

      02Die Formel

      Für Expositionszeiträume mit Pegeln Li in dB(A) und Dauern Ti in Minuten, bezogen auf einen Bezugstag T0 von 480 Minuten:

      LEX,8h = 10 · log₁₀ ( Σ (Ti / T0) · 10(Li / 10) )

      Von innen nach außen gelesen ist sie harmloser, als sie aussieht. Dezibel sind logarithmisch, deshalb rechnet 10^(L/10) jeden Pegel in eine Größe proportional zur tatsächlichen Schallenergie zurück. Die Multiplikation mit Ti/T0 gewichtet diese Energie mit dem Anteil am Bezugstag. Die Summe ist die Gesamtenergie des Tages. Das abschließende 10 · log₁₀ führt zurück auf Dezibel.

      Die entscheidende Konsequenz: addiert wird Energie, also lassen sich Dezibel nicht mitteln. Zwei Stunden mit 100 dB(A) und sechs Stunden mit 70 dB(A) ergeben keinen Tag mit 77,5 dB(A). Sie ergeben rund 94 dB(A) — die lauten zwei Stunden dominieren fast vollständig, die leisen sechs fallen kaum ins Gewicht.

      03Der 3-dB-Halbierungsparameter

      Die obige Formel enthält das sogenannte Energieäquivalenzprinzip beziehungsweise den 3-dB-Halbierungsparameter. Da 3 dB mehr einer Verdopplung der Schallenergie entsprechen, halbiert sich mit jeden 3 dB die Zeit, die bei gleicher Dosis zulässig ist.

      • 85 dB(A) über 8 Stunden
      • 88 dB(A) über 4 Stunden
      • 91 dB(A) über 2 Stunden
      • 94 dB(A) über 1 Stunde
      • 97 dB(A) über 30 Minuten

      Jede Zeile dieser Liste ergibt dieselbe Tagesexposition. Das ist das Nützlichste, was man über Lärm auf der Baustelle wissen kann, denn es macht kurze laute Tätigkeiten sichtbar: fünf Minuten mit dem Nadelentroster sind kein Rundungsfehler, sondern ein erheblicher Anteil am Tagesbudget.

      OSHA rechnet anders. Die US-Norm OSHA 1910.95 verwendet einen 5-dB-Halbierungsparameter und eine prozentuale Dosisberechnung, nicht die obige Energieäquivalenz. Die Umschaltung auf OSHA ändert hier nur, gegen welche Grenzwerte Ihr Ergebnis geprüft wird — 85 und 90 dB(A) statt 80, 85 und 87 —, die zugrunde liegende Zahl bleibt der energieäquivalente LEX,8h. Für alles, was einer OSHA-Prüfung standhalten muss, verwenden Sie eine native OSHA-Dosisberechnung. Wir sagen das lieber deutlich, als die Umschaltung mehr versprechen zu lassen, als sie leistet.

      04Woher die Werte stammen — und welcher in Deutschland gilt

      In Deutschland stehen die Werte in der Lärm- und Vibrations-Arbeitsschutzverordnung (LärmVibrationsArbSchV), mit der Richtlinie 2003/10/EG umgesetzt wurde. Die Richtlinie setzt Mindestanforderungen, und Deutschland geht darüber hinaus. Jeder Wert löst andere Pflichten aus.

      • 80 dB(A) — unterer Auslösewert, § 6. Gehörschutz muss zur Verfügung gestellt werden. Beschäftigte haben Anspruch auf Information und Unterweisung zur Gefährdung sowie auf arbeitsmedizinische Vorsorge, wenn die Gefährdungsbeurteilung ein Gesundheitsrisiko zeigt. Bestimmt ohne die dämmende Wirkung des Gehörschutzes.
      • 85 dB(A) — oberer Auslösewert, § 6. Gehörschutz muss getragen werden, und das Tragen ist durchzusetzen. Der Bereich wird gekennzeichnet und der Zugang, soweit praktikabel, beschränkt. Ein Lärmminderungsprogramm mit technischen und organisatorischen Maßnahmen ist verpflichtend, nicht optional. Ebenfalls ohne Gehörschutz bestimmt — das ist genau die Zahl, die dieser Rechner liefert.
      • 85 dB(A) und 137 dB(C) — maximal zulässiger Expositionswert, § 8. Dieselbe Zahl, andere Grundlage: dieser Wert wird unter Berücksichtigung der dämmenden Wirkung des Gehörschutzes bestimmt, also anhand dessen, was tatsächlich am Ohr ankommt. Deshalb steht 85 dB(A) zweimal im deutschen Recht, auf zwei verschiedenen Grundlagen. Wird er überschritten, ist die Exposition unverzüglich zu senken, die Ursache der Überschreitung zu ermitteln und sind die Schutzmaßnahmen zu ändern (§ 8 Abs. 4; Art. 5 Abs. 3 der Richtlinie). Ein Ruhen der Tätigkeit verlangen weder die Verordnung noch die Richtlinie.
      • 87 dB(A) — der Expositionsgrenzwert der Richtlinie, nicht ein deutscher Wert. Einen 87-dB(A)-Wert kennt das deutsche Recht nicht; Deutschland liegt mit 85 dB(A) darunter. Auch er wird nach Art. 3 Abs. 2 der Richtlinie mit Gehörschutz beurteilt. Der Rechner zeigt ihn in der Voreinstellung „EU 2003/10/EG“, weil er für Standorte gilt, deren nationales Recht die Richtlinienwerte unverändert übernimmt.

      Prüfen Sie daher, welche nationale Umsetzung für Ihren Standort gilt, bevor Sie sich auf die Werte der Richtlinie stützen. Litauen übernimmt die 87 dB(A) unverändert; Polen kennt wie Deutschland keinen 87er-Wert. Mehr dazu im Leitfaden Zählt der Gehörschutz beim Grenzwert mit?

      05Was dieser Rechner nicht leistet

      Die Grenzen offen zu benennen ist nützlicher, als Vollständigkeit zu suggerieren.

      • Der Spitzenschalldruckpegel fehlt. Die Richtlinie 2003/10/EG setzt eigene LpC,peak-Werte — 135, 137 und 140 dB(C) — für impulshaltigen Lärm. Ein Hammerschlag oder ein Bolzensetzgerät kann diese überschreiten, während der Tagesmittelwert unauffällig bleibt.
      • Die Dämmwirkung des Gehörschutzes wird nicht angerechnet. Das Ergebnis ist die Exposition am Ohr ohne Gehörschutz — die richtige Grundlage für die Auslösewerte 80 und 85 dB(A) nach § 6, nicht aber für den maximal zulässigen Expositionswert von 85 dB(A) nach § 8 (und nicht für die 87 dB(A) der Richtlinie). Ziehen Sie die angesetzte Dämmung selbst ab, nach SNR, HML oder Oktavbandverfahren, bevor Sie gegen § 8 beurteilen.
      • Eine Wochenmittelung ist nicht vorgesehen. Die Richtlinie erlaubt in bestimmten Fällen und mit Zustimmung der zuständigen Behörde eine Mittelung des LEX,8h über eine Woche. Hier wird ein einzelner Tag berechnet.
      • Ihre Eingaben bestimmen das Ergebnis. Eine Berechnung ist nur so gut wie die Messung dahinter. Pegel sollten von kalibrierten Geräten stammen und Dauern aus beobachteter Arbeit, nicht aus Schätzungen.

      Dieses Werkzeug unterstützt eine fachkundige Person, ersetzt sie aber nicht. Nichts hier ist Rechtsberatung, und Ergebnisse sind gegen das an Ihrem Arbeitsort geltende Recht zu prüfen.

      06Die Dokumentation

      Eine Berechnung, die Sie ein halbes Jahr später nicht vorlegen können, hilft im Audit wenig. Diese Seite speichert bewusst nichts — schließen Sie den Tab, und die Zahlen sind weg, denn Ihre Messwerte zu speichern hieße, sie zu erheben.

      Halo HSE ist dieselbe Berechnung auf dem Telefon, mit dem, was diese Seite nicht kann: gespeicherte Datensätze mit Änderungsverlauf, Ihr Name und Ihre Qualifikation auf dem Bericht und ein datierter PDF-Export zum Ablegen oder Weitergeben. Dazu Hand-Arm-Vibration, die NIOSH-Hebeformel, eine konfigurierbare Risikomatrix und durchsuchbare GHS-Referenzen.

      Lärm-TWA und die NIOSH-Hebeformel sind in der App kostenlos, ebenso der PDF-Export. Kein Konto, keine Demo-Sperre.

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